Die tatsächlichen Kosten eines Verdichterrades

Üblicherweise werden Verdichterräder aus Aluminium, einem von Natur aus sehr schwachen Gusswerkstoff,hergestellt. Aluminium ist der bevorzugte Werkstoff für Verdichterräder, da das Gießen der Verdichterräder ein relativ einfaches und kostengünstiges Verfahren ist. Um jedoch ein wiederstandsfähigeres Rad zu erzeugen, sind Nachbehandlungen unerlässlich.

Die Postproduktionsverfahren werden von den Originalherstellern der Verdichterräder definiert und umfassen Behandlungen mit Wärme und Lösungen, um ein weitaus wiederstandfähigeres Rad zu erzeugen. Eben diese nachträglichen Verfahren erhöhen die Kosten eines Verdichterrads, sind jedoch notwendig, um ein robustes Rad zu produzieren, das den Betriebsbedingungen eines Turboladers standhalten kann.


Auswirkungen schwacher Gusswerkstoffe

  • Wenn ein Verdichterrad aus schwachen Gusswerkstoffen gefertigt wurde, verbiegen sich die Schaufeln, sobald der Luftdruck und die Last auf jeder Schaufel ansteigen;
  • Während sich das Rad weiter mit hoher Geschwindigkeit dreht, verbiegen sich die Schaufeln kontinuierlich nach hinten und nach vorne;
  • Dies verändert das Verdichterkennfeld und die Verdichtereffizienz komplett und bedeutet, dass die Räder nicht die vorgesehene Leistung erbringen.

Aluminium ist sehr flexibel; bei Höchstgeschwindigkeit verbiegt es sich, die Schaufeln kehren aber in ihre Ausgangsposition zurück, sobald sich das Rad verlangsamt. Das Rad scheint äußerlich in Ordnung zu sein; vergleicht man jedoch die Leistung eines qualitativ minderwertigeren Verdichterrades mit der eines qualitativ hochwertigen Verdichterrades, so stellt man fest, dass das minderwertigere Verdichterrad bei Höchstgeschwindigkeit an Effizienz einbüßt und letzten Endes ausfällt. Dafür ist allein die Festigkeit des Gusses verantwortlich. Es ist sehr schwer, äußerlich zu ermitteln, welche Verfahren nach dem Gießen angewandt wurden und welche Festigkeit das Verdichterrad besitzt.

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